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Der alte Brauch des „Krippeleschaugens“ ist in den Krippendörfern rund um Innsbruck weit verbreitet und erfreut sich seit einigen Jahren wieder wachsender Beliebtheit. In kleinen Gruppen spaziert man ab dem Stefanitag, also dem 26. Dezember, meist jedoch in den Tagen nach dem Dreikönigfest von Haus zu Haus um die liebevoll aufgestellten Hauskrippen zu betrachten und mit deren Besitzern einen kurzen "Krippelehoangart" zu halten.
Als "typisch" für Rum können orientalische Krippenlandschaften mit einer realtiv strengen Dreiteilung gelten: Ein tiefer Höhlenstall im Zentrum bietet der hl. Familie, einigen Engeln und den anbetenden Hirten und Königen Platz. Im linken Teil des Krippenberges befindet sich ein als bergige Landschaft gestaltetes Hirtenfeld, auf dem die Hirten bei ihren Schafen wachen, aber auch allerlei Szenen wie Hirtenmusik, Jagd- oder Wildererszenen können bewundert werden. Im rechten Teil schließt an die Geburtsgrotte ein orientalischer Stadtteil an. Diese in drei Abschnitte geteilten und als steil aufragende Felsenlandschaft gestalteten Krippen werden von Volkskundlern "Thaurer Berg" genannt.